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07.09.2011

Facebook-Studie: Ökostromanbieter liegen im Social Web vorn

Ökostromanbieter sind den herkömmlichen Stromanbietern im Social Web quantitativ und qualitativ klar überlegen. Sie verfügen über mehr Likes (Fans), sprechen die User in einer authentischen Sprache an und reagieren zeitnah (binnen 24 Stunden) auf Anfragen der Facebook-Nutzer.

Zu diesem Ergebnis kommt die von der Dresdner Online Marketing Agentur Mindbox erstellte Analyse „Die Facebook-Aktivitäten der Stromkonzerne“. Untersucht wurden die größten Ökostromanbieter sowie die größten herkömmlichen Energieversorger im Zeitraum Januar bis März 2011.
Erfolgreichster Ökostromanbieter auf Facebook ist Greenpeace Energy. Mit 4.170 Likes (Fans) besitzt die Energie-Genossenschaft den höchsten Zuspruch aller untersuchten Unternehmen. Zwei von drei Fans (68 Prozent) haben sich im ersten Quartal an den Diskussionen auf der Site beteiligt – sei es durch “Gefällt mir“-Bekundungen, eigene Posts oder Kommentare. Dies ist der höchste Wert aller Energiekonzerne. Nahezu tägliche Aktualisierungen, eine ansprechende Gestaltung sowie zahlreiche zusätzliche Applikationen wie eine Willkommensseite, die Netiquette oder ein Windgas-Reiter machen die Seite attraktiv.
Auf Platz zwei unter den Ökostromanbietern folgt die Naturstrom AG (3.264 Likes) mit einer Interaktionsquote von durchschnittlich 42 Prozent. Den dritten Platz belegt der größte unabhängige Ökostromanbieter in Deutschland, die Lichtblick AG (1.476 Likes), mit einer durchschnittlichen User-Beteiligung von 40 Prozent im Untersuchungszeitraum.
Von den fünf größten Energieversorgern in Deutschland sind hingegen lediglich zwei Unternehmen auf Facebook vertreten – Vattenfall und die EnBW. Von den beiden, so zeigt die Mindbox-Untersuchung, gelingt es EnBW besser, die Mechanismen des Web 2.0 in der Praxis umzusetzen. Der Konzern postet regelmäßig, reagiert auf Kritik und beantwortet Fragen innerhalb von 24 Stunden. Zahlreiche Multimedia-Inhalte, eine ansprechende Gestaltung sowie eine Willkommensseite, ein Event-Reiter und verschiedene Applikationen wie ein E-Bike-Wettbewerb machen die Seite für die Nutzer attraktiv und bieten eine hohe Servicequalität. Folge: Zwar zählt die Seite nur 490 Likes, dafür liegt die Interaktionsquote im Untersuchungszeitraum bei 33 Prozent.
„Während die Ökostromanbieter die Debatte um Atomenergie für sich zu nutzen wissen, lassen die etablierten Konzerne die Potenziale des Web 2.0 noch weitgehend ungenutzt“, interpretiert André Richter, Geschäftsführer von Mindbox, die Ergebnisse. „Dabei bieten die sozialen Medien gerade den traditionellen Energieversorgungsunternehmen die Chance, sich das Vertrauen der Verbraucher zurückzuholen. Abwarten ist dabei die falsche Strategie.“

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